Donnerstag, 2. September 2010

back in Germany

So, jetzt ist der August auch schon wieder vorbei und ich bin wieder heil daheim angekommen. In Gedanken befinde mich immer noch ganz oft in England und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, dass plötzlich alle Leute um mich herum deutsch reden.

Anfang August hatten wir eine riesengroße irische Gruppe auf dem Zeltplatz. Manche von denen haben ja einen echt krassen Akzent drauf. So ungefähr vergleichbar mit Schwitzerdütsch. Als wir abends nochmal draußen klettern waren, kommt einer der Leiter etwas verzweifelt zu uns und fragt, ob wir Ersthelfer sind. Diese Gruppe hatte ein sehr ereignisreiches Lager. Allein an diesem Tag haben sie schon zwei Leute mit dem Krankenwagen abholen lassen. Schließlich bin ich dann mitgegangen und hab mir mal angeschaut was mit dem Jungen los ist. Gesund und munter hat er auf keinen Fall gewirkt… Aber irgendwie ham wirs dann geschafft, dass er am nächsten Tag wieder das volle Programm mitgemacht und gestrahlt hat als wäre nichts gewesen. Von dieser Gruppe haben wir auch supergutes Feedback bekommen und sogar eine Piñata (so ein aus Pappmaschee gebasteltes Viech, was mit Süßigkeiten gefüllt ist) als Dankeschön.

Krissi war mich in der vorletzten Woche besuchen und ich hatte noch ein paar schöne Urlaubstage bevor ich mich ans packen machen musste. Wir durften gemeinsam zu einer englischen Hochzeit. Das war auch ganz interessant. Aber im Großen und Ganzen auch nicht so viel anders als eine deutsche. Aber trotzdem schön.

Was mir im Park aufgefallen ist, ist, dass es ganz plötzlich nicht mehr „busy“ war, also irgendwie von einem auf den andren Tag relativ tote Hose. Während sonst jeder 4 Sessions am Tag hatte- also bestimmt so um die 50 rum- wurden es dann 4 Sessions insgesamt und wir konnten uns dann wieder den allgeliebten Allgemeinarbeiten zuwenden, wie zum Beispiel Zelte auf-/abbauen, Sachen aufräumen, putzen, reparieren und schließlich Vorbereitungen für Reunion vorbereiten. Das ist ein anderes Mega-Gilwell-Event im September. Das hab ich dann allerdings leider nicht mehr miterlebt.



Ja und nun ist es schließlich und endlich wieder so weit und ich bin zurück in good old Germany.

Ich werde diese 6 Monate in sehr guter Erinnerung behalten und bin total froh, dass ich an so einem tollen Ort gelandet bin. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick vermitteln und es hat euch Spaß gemacht ab und zu mal meine Einträge zu lesen.

Für mich gehts nun weiter mit dem nächsten Countdown. Nicht mehr lange bis die Uni anfängt. Ich werde ab Oktober 2010 erneuerbare Energien und Energiemanagement in Aschaffenburg studieren.

Bis bald
Katharina

Samstag, 31. Juli 2010

Countdown läuft, nur noch ein Monat

Juan vor dem Magic Circle
Juan ist ein Zauberer und wurde im Magic Circle aufgenommen. Das ist ein Club der Magier. Dort waren wir letzte Woche für eine Show. Allein das Gebäude ist schon superschön (von innen zumindest). Eine schöne Wendeltreppe und an den Wänden überall Bilder oder Plakate von Zauberern. Im Kellergeschoss ist ein kleines Museum, in dem wir sogar eine kleine Führung bekommen haben. Dann haben die Vorführungen angefangen. War in so ner Art Theatersaal. Der Präsident is nen total uriger Typ. So um die 70 is der bestimmt schon gewesen. Der hat durch das Programm geleitet und dann haben verschiedene Leute ihre Tricks gezeigt. Total goldig war ein kleiner Junge (so um die 12 Jahre schätz ich ma). Der war echt klasse. Und der faszinierendste Trick war der Trick der leibenden Karten: Zwei Leute haben aus dem Deck ne Karte gezogen und sie unterschriebn. Dann sind sie wieder zurück in den Stapel gekommen und FlipFlop waren sie dann nebeneinander. Aber das war nicht alles. AbraKadabra und beide Karten waren zusammen in einer, also auf der einen Seite die Karte mit Karls Unterschrift und auf der Rückseite die andre Karte mit Jontis Unterschrift. Und die warn nicht irgendwie zusammengeklebt oder so. Voll faszinierend! Die durften die Karte dann sogar behalten. Jetzt wissen sie bloß net wer sie behalten darf :-)
Nach der Show sind wir dann in die Disco gegangen. Des ist echt seltsam hier. Mal zahlt ma ga nix, dann 10 Pfund und dann Ladies halber Preis und dann steht ma an der Kasse und es heißt ne Ladiesnight gibt’s heut net, entweder ihr zahlt den vollen Preis oder ihr könnt euch nen andren Club suchen. Naja, wir sin dann trotzdem rein und es war ne Supernacht. Und es überrascht mich immer wieder, wie viele Leute denn –auch wenns nur ein paar Brocken sind- deutsch können. Und des lustige war im Bus hab ich das auch zu Tati gesagt und sie war hmmm und wo sind die Leute die spanisch können, und dann drehen sich zwei Kerle aus Spanien um und wir hatten eine amüsante restliche Busfahrt.

Relativ spontan sind wir letzte Woche in das Musical Sister Act. Die Charaktere warn echt genau wie im Film. Total super Schauspieler. Am Schluss hab ich das Lied „I will follow him“ vermisst, aber trotzdem das Stück was spitze.

mit diesen Leuten lebe ich momentan zusammen
Letzte Woche warn deutsche Pfadfinder hier, aber von nem andren Verbund und die warn etwas seltsam. Aber genau an dem Tag wo die gegangen sind, sind hier andere Schwarzzelte (die verwenden anscheinend nur Deutsche) aufgetaucht. DPSGler aus Bonn. Leider hab ich nur ganz kurz mal mit ihnen geredet, aber sie haben mir liebe Grüße von Christina ausgerichtet 

Als staff social warn wir alle zusammen im London Eye.     Leider war es diesmal blau beleuchtet. Anscheinend wechselt es die Farben von Tag zu Tag. Das letzte mal als ich es gesehn hab war es nämlich rot. Naja, da ich gewettet hab muss ich nächste Woche für einen kochen. Dennoch, der Blick auf die Stadt war wunderschön. Hat mich irgendwie an Weihnachten erinnert, all die vielen Lichter.
Neulich gabs hier Schlägerei. Hab nicht alles mitbekommen weil ich schon im Bett war, hab aber am nächsten Tag die blauen Augen gesehn und die Geschichten gehört. Naja beide haben etwas arg viel getrunken gehabt und dann ist aus einer kleinen Kickelei eine etwas größere Schlägerei geworden. Das End vom Lied war, dass beide den Park verlassen mussten, da es nicht zugelassen werden kann Leute mit Alkohol im Blut auf Kinder loszulassen und ihnen die Verantwortung zu überlassen eine sichere Session zu halten. Schade isses schon. Der eine war net mal 3 Wochen da…

Gestern eine große „Weckaktion“ im Gange. Zum Glück nicht mitten in der Nacht sondern um 8 Uhr früh is der Feueralarm losgegangen. Eine Gruppe hatte einen Campingkühlschrank, der mit Gas funktioniert und irgendwie haben sie da ne Flamme an die OFFENE Gasflasche gebracht und dann hats bumm gemacht und das Zelt stand in Flammen. Riesengroße Evakuierungsaktion blabla total unorganisiert, keiner hatte wirklich nen Plan was abgeht und was zu tun ist. Im Endeffekt war alles halb so schlimm. Glücklicherweise sind keine Personen zu Schaden gekommen. Nur des Zelt und was da hast drin war is dahin. Um 11 Uhr konnten wir dann wieder ganz normal mit unsrem Tag weitermachen als wenn nichts passiert wär.


Einige Leute hatten neulich frei. Wir sind dann alle in den Thorpe Park, einen Vergnügungspark hier in der Nähe. Die Achterbahnen waren echt gut. Aber des nervige war für eine Fahrt von 2 Minuten muss man mindestens ne Stunde anstehen. Und ob ihrs glauben wollt oder nich, aber von wegen regnerisches britisches Wetter. Die Sonne hat so geknallt, dass ich ne schöne Indianerhaut bekommen hab.


Gestern haben wir Jorges Abschied gefeiert. Da wurd mir bewusst, dass ich ja auch scho bald wieder heim komm. Irgendwie freu ich mich schon wieder auf daheim, aber hier isses auch schön.
Countdown läuft, der letzte Monat ist da…

Freitag, 16. Juli 2010

Gilwell 24

Das Wochenende war Gilwell 24. Ein 24 Stunden Event für 14 bis 17 jährige. Das heißt das komplette Staff Team war in 2 Gruppen eingeteilt und wir haben in 6 Stunden Schichten gearbeitet. Neben den normalen Activities wie 3G-Swing, klettern,s chwimmen und Highropes (Hochseilgarten), für die wir zuständig waren, gab es auch noch vieles anderes. Es gab zum Beispiel so Kilianisachen wie Autoscooter (das erste mal dass ich so was jemals gefahren bin!), einen Flugsimulator (allerdings mit einem Programm von 1994, also nicht ganz soooooooooo enorm spannend,aber dennoch nicht schlecht), Lasertag, Tontaubenschießen, ein Riesentrapez und vieles vieles mehr. Genug Sachen um 24 Stunden lang beschäftigt zu sein. Was richtig cool war, war Brushboarding (www.brushboarding.co.uk oder www.youtube.com/watch?v=LJqRkPgs7PU&feature=related). Da konnte man surfen auf sich drehenden Besen. Klingt jetzt ein bisschen komisch und ich habs vorher auch noch nicht gesehn, macht aber unheimlich Spaß, und ich muss sagen ich hab mich ga net so schlecht geschlagen. Das war nämlich das gute an G24, wenn wir frei hatten konnten wir auch all die Sachen ausprobieren die für die Kinder angeboten waren. In der Nacht gabs dann auch ne Disco und danch eine Art Stationslauf, wo sie Punkte sammeln konnten und dann zum Schluss Preise bekommen haben. Alles in Allem war es ein sehr ermüdendes Event (ich war immerhin 22 Stunden wach) mit jeder Menge Spaß!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Cubs&Beavers Fundays

Letztes Wochenende war hier großes Halli Galli angesagt. Es waren um die 5000 Leute auf dem Platz, denn wir hatten Cubs & Beavers Fundays. Das heißt der ganze Pakr war in eine Art Vergnügungspark für Kinder von 6-12 Jahren verwandelt. Leider hab ich von all den Aktionen nicht viel mitbekommen, da ich den ganzen Tag Aeroball beaufsichtigt hab. Das ist so ne Art Basketball auf Trampolinen. Macht superviel Spaß. Das Beste an dem ganzen Wochenende war die Stafffete am Samstagabend. Viele neue Leute, Zeit zum Reden ein wenig tanzen. Kurz: Jede Menge Spaß.

Ui...zum Glück hatte Fritzy, die andere Deutsche hier noch Besuch von ihrer Mutter und Cousine. Das heißt wir waren immerhin 4 Deutsche im Raum und ich war nicht allein. Am Tag nach dem WM-Spiel England-Deutschland haben dann einige Kinder net mehr mit mir geredet, als sie mitbekommen haben, dass ich von Deutschland bin.

Neulich hatt ich toal des Bedürfnis danach mich in ne Hängematte zu legen und einfach ein bisschen zu schaukeln und auszuruhen. Seit gestern kann ich das auch tun! Wir haben nämlich eine gebaut. Und ich muss sagen- besonders dafür, dass wir eigentlich net wirklich nen Plan hatten, wie genau wir des bauen wollen- is sie superbequem und stabil. Und es passen bis zu vier Personen rein ohne dass man sich stapeln muss oder Platzangst bekommt.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Besuch von Flo und Theresa



Letzte Woche waren mich Flo und Theresa besuchen. Das war richtig schön beide wieder zu sehen. Jetzt war ich auch mal wirklich in London, denn an meinen freien Tagen hab ich bisher immer irgendwie was andres gemacht. Waren auf dem Camden Market, Covent Garden, Piccadilly Circus, Prime Hill (von da hatte man einen wunderschönen Blick auf London), Oxfortstreet, haben eine Bootsfahrt auf der Themse gemacht, und natürlich das typische Sightseeing wie Buckingham Palace mit Wachablösung, Big Ben und Tower of London und Tower Bridge, London Eye und am Abend dann natürlich auch in einem der typisch britischen Pubs.

Stonehenge und Geenwich (da geht der Nullmeridian durch) haben wir auch angeguckt. Beides sehr schön!

In China Town waren wir und haben nach was zu Essen gesucht, da meint die Theresa, dass der eine Kerl der da drüben ausschaut wie einer aus Leinach. Und dann haben wir tatsächlich Johanna Schmitt aus Leinach getroffen, die mit ihrer Familie in London Urlaub gemacht hat. Verrückt oder!?

Und in meinem ersten Musical war ich: We will Rock you. Hab zwar nicht alles verstanden, aber es war trotzdem total toll. Die Geschichte spielt in der Zukunft, dort ist Musik verboten, und die Herrscher wollen, dass alle gleich sind und keiner selber Musik spielt, und haben alle Instrumente verbannt. Und dann sind da halt doch nen paar Leute, die noch Musik in ihrem Kopf haben und die finden dann einen geheimen Platz, der von Queen zurückgelassen wurde und dann singen sie da „we will rock you“ und die Bösen sind besiegt und die Musik ist zurück. So ungefähr die Kurzversion.

Letzten Sonntag hatten wir ein BBQ bei Andy, das ist der Center- manager. Er wohnt auch hier im Park. Sein Sohn hatte Geburtstag (15 glaub ich) und da wurden wir dann auch alle zum Grillen eingeladen. Als große Attraktion gab es dann Lasertag. Da waren zwei Teams (die einen hatten sogar richtig original deutsche Bundeswehranzüge an) die dann gegeneinander verschiedene Spiele/Missionen gemacht haben. Wir hatten diese Lasergewehre und mussten versuchen die anderen auf diesem Sensor zu treffen. Ich fand an sich die Spiele schon ganz gut (so was wie chatch the flag zum Bsp.) aber ich spiel das dann doch lieber auf die einfache Art und Weise ohne Pistolen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Deutsche Effizienz

LOL! Wir hatten nomma ne Stunde Raftbuilding. Scott hat uns gezeigt, wie er die Fässer festmacht , hat fest an der Schnur gezogen , die Schnur is gerissen und er is rückwärts in den Tümpel reingefallen :-D. Sein erstes mal im Bombhole - und wies aussieht auch sein letztes mal, denn sein Vertrag is ausgelaufen und er bleibt nimmer länger hier. Und ein anderer hat gekündigt, weil er ne neue Stelle wo anders angenommen hat. Das heißt, statt 4 haben wir nur noch 2 Senior Instructors, und Ohil, der eine von beiden ist auch erst seit 2 Monaten da, weiß also auch no net wie alles läuft. Dementsprechend läuft hier grad manchmal alles a weng drunter und drüber...

Freitag, 23. April 2010

Gestern hatten wir wieder eine kleine Den Party, um in Annies 18 Geburtstag reinzufeiern. Vorher wollten wir in den Pub, aber im Stationhouse, wo wir sonst immer rein gehen, war ne neue Frau hinter der Theke, die uns noch net kennt und die wollte von allen ne ID sehn oder nen UK Führerschein. Da aber net jeder was dabei hatte konnten wir da net bleiben. Dann wollten wir in The Room, wo die andren Jungs zum Fußball schaun warn, da ham se uns aber net reingelassen, weil da ne Quiznight war und die schon angefangen hat. Tja, dann simma halt wieder zurück nach Hause. Da war mal wieder Stromausfall- was hier immer mal wieder vorkommt- und wir mussten Bert rufen um das wieder zum laufen zu bringen. Grant hatte dann später wieder einen seiner lustigen Momenteu und hat Alexs Kleider an die Decke geheftet :-)

Die 5 Den-Mädels


Am nächsten Tag sind wir dann nach Chingfort zum Italiener zum Essen wegen Annies 18. Am Abend hatten wir noch ein kleines Lagerfeuerchen hinterm Haus, dann bin ich aber recht bald ins Bett, denn es folgen Nächte mit wenig Schlaf. Am Samstag sind wir gleich nach der Arbeit losgezogen nach London for a big girlsnight. Wir haben uns mit Freunden von Grace aus Australien getroffen. Eine von ihnen ist für ein Jahr in Spanien und die hat alle ihre spanischen Freundinnen mitgebracht, sodass wir dann alles in allem 15 Mädels waren. Wir sind dann losgezogen, um einen Club in London zu suchen und sind dann schließlich um halb 1 in einem relativ kleinem Club/ Bar/ Lounge gelandet zu einem für London doch recht günstigen Eintritt von 5 Pfund. War dann auch ganz gut. Und da der Club so klein war und wir allein schon 15, hat man recht schnell auch viele andre dort kennengelernt.

Am nächsten Morgen sind wir dann in „the curch“, was nicht etwa eine Kirche ist, sondern ein Club, der Sonntags von halb 12 bis 16 Uhr offen hat. Eigentlich schon ein bisschen makaber…. Naja, drinnen sah dann auch alles so ein bisschen wie eine Kirche aus. Der Altarraum war dann allerdings eine Bühne, auf der es dann auch ein paar kleine Showeinlagen gab. Und was des komischste war, ich hab mich da drin gefühlt wie auf ner Faschingsfete, denn total viele haben sich verkleidet und sind in Kostümen rumgelaufen. Die haben ja net wirklich Fasching wie wir, da brauchen se halt ne Alternative

Wieder zurück bei der Arbeit: Das große Festzelt haben wir aufgebaut. Zwei Tage haben wir gebraucht, weil nur ein einziger nen Plan hatte, wie ma des aufbaut, und der nicht immer da war und uns dann nur teilweise erzählt hat, was zu tun ist. Ich glaub in manchen Sachen denk ich wirklich sehr deutsch und es stimmt, dass die Deutschen zienlich viel Wert auf effizientes Denken legen.

Am Nachmittag war dann eine Low-rope-session (Niedrigseilgarten) mit „trouble kids“. Da gibts eine Schule mit Problemkindern (also eingeschränkte Aufnahmefähigkeit, Konzentrationsschwäche, ADHS und so Sachen), die öfters hier her kommen für Activitys. War wirklich nicht einfach mit denen zu arbeiten. Sie hören nicht wirklich zu, beschimpfen sich gegenseitig, dann sind se wieder ganz lieb zueinander, einer is einfach weggerannt, der eine wollt auf keinen Fall mitmachen, manche waren zu übereifrig und konnten net auf den Rest warten… naja, is ne intressante Erfahrung und dann kamma sich doch immer wieder freun, dass man net jedes mal solche Kinder hat. Alles von der positiven Seite sehn!

Am nächsten Tag hatt ich ne richtig gute medium-rope-session. Das ist einfach nur ein Balken in ca 6 Meter Höhe, auf dem man halt verschiedene Sachen machen kann, wie z. B. einfach nur balancieren oder ein Wettrennen, also jedem seine Zeit stoppen, entlang hüpfen, krabbeln, springen,… Die Kinder waren aus der USA. Sie hatten ein Jubiläumszeltlager. Die meisten wohnen aber irgendwo in Europa in einer Kaserne. Deren Leiter konnte sogar ein bisschen deutsch. Is immer total goldig, wenn jemand mitbekommt, dass ich von Deutschland bin und dann ein paar Worte Deutsch kann und versucht sich mit mir zu unterhalten, oder einfach nur sagt „ Ich spreche ein bisschen Deutsch“. In Englisch gibts ja des ch net, deswegen haben die meisten damit total Probleme und des klingt dann voll lustig.

Samstag, 1. Mai 2010

Raftbuilding (Floßbauen) ist eine meiner Lieblingssessions! Die erste Gruppe waren 12 Kinder im Altern von 8-11, die zweite Gruppe war 14-17. Die Gruppe wird immer in 2 Teams aufgeteilt, und sie sollen dann aus Fässer, Seilen und Holzpfosten ein Floß bauen, auf dem sie alle Platz haben. Dazu haben sie ca. 45 Minuten Zeit. Diese Zeit vergeht bei so was aber immer total schnell. Eigentlich haben wir geplant, dass die zwei Boote dann ein kleines Wettrennen gegeneinander machen. Dazu isses beides mal aber nicht gekommen, da nur jeweils eine Gruppe ein Boot zum schwimmen gebracht hat. Die Anderen hatten aber trotzdem sehr viel Spaß und sind gemeinsam mit ihrem Boot untergegangen :-). Einer hat dann seinen Schuh verloren. Da das Wasser aber nicht wirklich klar ist (um nicht zu sagen, dass es die reinste Siffbrühe ist) konnte er den nicht mehr finden. Einer der Älteren hat dann danach geangelt. Mehr oder weniger mit Erfolg. Zwei Schuhe hat er rausgefischt, der richtige war allerdings nicht dabei. Bei dem Floßbauen hab ich wieder die deutsche Effizienz bemerkt. Ich hätte vorher richtig geplant, wie man das baut, und wer was macht, die ham einfach mal ein paar Fässer zusammengebaut ohne nachzudenken, wie sie denn dann die Balken daran befestigen wollen. Am Ende hatten sie dann ein schönes Böötchen, sobald es im Wasser war ist es aber in seine Einzelteile auseinandergefallen. Hat aber wirklich Spaß gemacht zuzuschauen, wie viel Spaß man auch mit einem gekenterten Boot haben kann.

Den ersten richtigen Britisch Wetter Tag hab ich jetzt auch mal mitgemacht. Ich hatte eine Zipwire-session (Seilbahn) und es hat den ganzen Tag geregnet und war kalt und windig. Das heißt trotz Regenhose und Jacke war ich triefend nass. Aber ich lebe noch und habe keine Erkältung bekommen!

Hatt meine erste Archerysession (Bogenschießen). War total toll. Am Anfang hat keiner der Kinder die Zielscheibe getroffen. Zum Schluss haben wir dann einen Wettbewerb gemacht und wirklich jedes der zwölf Kinder hat getroffen, manche sogar direkt in die goldne Mitte! Des is voll toll, wenn ma nach der Session merkt, dass ma selber den Kindern ja was erfolgreich beigebracht hat und es den Kindern auch total Spaß gemacht hat.

Mittwoch, 12.05.2010

Katha und Franzi waren für nen paar Tage zu Besuch. Am Freitag waren wir zusammen im Filmmuseum (davon ist auch das Bild auf der linken Seite). Da gabs nen Playstation-Spiel, da stand ma vorm Bildschirm und musste so Sachen machen wie z. B. Fliegen erschlagen, Roller fahren und Hindernissen ausweichen, nen Marathon rennen, Kleider waschen oder einfach nur schauspielern und verängstigt/ gelangweilt/ erschrocken… schauen. Des wurde dann alles aufgenommen und zum Schluss wurde dann nen Film gezeigt, in dem man mitspielt. Da wurden diese Szenen dann halt eingeschnitten. So nen kleiner Junge (Sascha aus der Ukraine, ca. 10) hat zugeschaut und uns gefragt, wie des geht, dann haben wir den auch noch mitspielen lassen. Der war total goldig und hat voll des Schauspielertalent.



Mittwoch, 7. April 2010

Frohe Ostern!

Am ersten April hatten wir unsre Prüfung für Ropeskills. Das heißt ich hab jetzt die offizielle Erlaubnis Kletterstunden zu halten! War icht ganz so einfach wie die Bogenschießprüfung, aber dennoch haben alle bestanden. Unseren Trainier Scott haben wir sogar in den April schicken können. Der eine war an einem Tag krank, an dem wir ne Kletterstunde hatten. Der is dann zu Scott gegangen und hat gemeint, dass er nicht zur Prüfung zugelassen wird, da er diese eine wichtige Stunde verpasst hat. Hehehe. Erst hat er weng blöd geguckt, aber dann isser doch drauf gekommen, dass ja der 1. April is.

Als ich am Wochenende von London heimgekommen bin stand vor dem großen Tor nen Wachmann mit nem Hund und der hat mich irgendwas gefragt aber ich konnts net verstehen dann hat er mich gefragt ob ich hier wohn. Dann konnt ich weitergehn. Sehr mysteriös. Die ham mir dann erzählt, dass da neulich welche warn und Feuerlöscher gestohlen haben, deswegen haben sie jetzt nen Wachmann...
Peter hat für uns eine Ostereiersuche organisiert und für jede Gruppe Papiereier auf dem Gelände versteckt. die dann zum Schluss HAPPY EASTER ergeben haben. Beide Gruppen mussten sich nen Namen und nen Schlachtruf überlegen. Wir waren die Funky Monkeys mit dem Schlachtruf "Oh yeah, I found an eastegg!" NAch der Eiersuche mussten wir noch zwei Aufgaben meistern: Alle sitzen in nem Kreis, Füße in die Mitte und nach oben und dann ne Wasserschüssel auf unsren Füßen balancieren und dann sollten wir noch Pfannkuchen backen.
War wirklich sehr amüsant, auch wenn ich keine Eier gefunden hab.


5. April 2010 MONDAY-FUNDAY
Spaßaktion, die sich unser Staff für uns überlegt hat.
Wir mussten uns als Cowboys, Polizisten, Räuber und Piraten verkleiden. Und dann gabs jede Menge Spaß bei Spielen verschiedenster Art.

Als erstes sind die Gruppen zusammengebunden worden und mussten quer übers Feld rennen. Dann hatten wir nen Hockeyspiel auf nem extremst matschigen Boden, was dazu geführt hat, dass jeder danach von oben bis unten mit Matsch beschmiert war. Durch den rutschigen Boden war es auch nicht leicht den Ball ins Tor zu bekommen. Wir mussten nur einen Ball ins Tor bringen,und das hat ca 15 Minuten gedauert!!! Naja und wenn man sich zu sehr auf den Ball konzentriert kann es durchaus mal vorkommen, dass zwei Köpfe zusammenstoßen. Glücklicherweise war meiner nicht dabei. Weiter gings – es is ja schließlich Ostern – mit nem Eierlauf und Seilziehen. Der krönende Abschluss war dann ein Parcour: so ne aufblasbare sehr steile Rutsche (so ähnlich wie ne Hüpfburg), dann mit nem Go-Kart Slalum um 3 Fässer rum „fahren“ (ehr schieben, da die Räder durchgedreht sind), zu nem Hütchen rennen, Go-Kart zurück, durch Reifen laufen und dann… der Tunnel. Eine Röhre durch die man durchkrabbeln sollte. Das gemeine an der Geschichte: auf dem Boden war Mehl und Tomatensoße verteilt, sodass man richtig schön beschmiert vorne rauskam.

Zur Belohnung hatten wir dann ein leckeres BBQ. Als es dann draußen doch etwas kalt wurde, konnten wir uns an einem Feuer in ner kleinen Hütte wärmen. Da haben wir dann auch noch nen paar amüsante Spielchen gespielt und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Wirklich ein sehr gelungener spaßiger Spaßtag!