Mittwoch, 12. Mai 2010

Deutsche Effizienz

LOL! Wir hatten nomma ne Stunde Raftbuilding. Scott hat uns gezeigt, wie er die Fässer festmacht , hat fest an der Schnur gezogen , die Schnur is gerissen und er is rückwärts in den Tümpel reingefallen :-D. Sein erstes mal im Bombhole - und wies aussieht auch sein letztes mal, denn sein Vertrag is ausgelaufen und er bleibt nimmer länger hier. Und ein anderer hat gekündigt, weil er ne neue Stelle wo anders angenommen hat. Das heißt, statt 4 haben wir nur noch 2 Senior Instructors, und Ohil, der eine von beiden ist auch erst seit 2 Monaten da, weiß also auch no net wie alles läuft. Dementsprechend läuft hier grad manchmal alles a weng drunter und drüber...

Freitag, 23. April 2010

Gestern hatten wir wieder eine kleine Den Party, um in Annies 18 Geburtstag reinzufeiern. Vorher wollten wir in den Pub, aber im Stationhouse, wo wir sonst immer rein gehen, war ne neue Frau hinter der Theke, die uns noch net kennt und die wollte von allen ne ID sehn oder nen UK Führerschein. Da aber net jeder was dabei hatte konnten wir da net bleiben. Dann wollten wir in The Room, wo die andren Jungs zum Fußball schaun warn, da ham se uns aber net reingelassen, weil da ne Quiznight war und die schon angefangen hat. Tja, dann simma halt wieder zurück nach Hause. Da war mal wieder Stromausfall- was hier immer mal wieder vorkommt- und wir mussten Bert rufen um das wieder zum laufen zu bringen. Grant hatte dann später wieder einen seiner lustigen Momenteu und hat Alexs Kleider an die Decke geheftet :-)

Die 5 Den-Mädels


Am nächsten Tag sind wir dann nach Chingfort zum Italiener zum Essen wegen Annies 18. Am Abend hatten wir noch ein kleines Lagerfeuerchen hinterm Haus, dann bin ich aber recht bald ins Bett, denn es folgen Nächte mit wenig Schlaf. Am Samstag sind wir gleich nach der Arbeit losgezogen nach London for a big girlsnight. Wir haben uns mit Freunden von Grace aus Australien getroffen. Eine von ihnen ist für ein Jahr in Spanien und die hat alle ihre spanischen Freundinnen mitgebracht, sodass wir dann alles in allem 15 Mädels waren. Wir sind dann losgezogen, um einen Club in London zu suchen und sind dann schließlich um halb 1 in einem relativ kleinem Club/ Bar/ Lounge gelandet zu einem für London doch recht günstigen Eintritt von 5 Pfund. War dann auch ganz gut. Und da der Club so klein war und wir allein schon 15, hat man recht schnell auch viele andre dort kennengelernt.

Am nächsten Morgen sind wir dann in „the curch“, was nicht etwa eine Kirche ist, sondern ein Club, der Sonntags von halb 12 bis 16 Uhr offen hat. Eigentlich schon ein bisschen makaber…. Naja, drinnen sah dann auch alles so ein bisschen wie eine Kirche aus. Der Altarraum war dann allerdings eine Bühne, auf der es dann auch ein paar kleine Showeinlagen gab. Und was des komischste war, ich hab mich da drin gefühlt wie auf ner Faschingsfete, denn total viele haben sich verkleidet und sind in Kostümen rumgelaufen. Die haben ja net wirklich Fasching wie wir, da brauchen se halt ne Alternative

Wieder zurück bei der Arbeit: Das große Festzelt haben wir aufgebaut. Zwei Tage haben wir gebraucht, weil nur ein einziger nen Plan hatte, wie ma des aufbaut, und der nicht immer da war und uns dann nur teilweise erzählt hat, was zu tun ist. Ich glaub in manchen Sachen denk ich wirklich sehr deutsch und es stimmt, dass die Deutschen zienlich viel Wert auf effizientes Denken legen.

Am Nachmittag war dann eine Low-rope-session (Niedrigseilgarten) mit „trouble kids“. Da gibts eine Schule mit Problemkindern (also eingeschränkte Aufnahmefähigkeit, Konzentrationsschwäche, ADHS und so Sachen), die öfters hier her kommen für Activitys. War wirklich nicht einfach mit denen zu arbeiten. Sie hören nicht wirklich zu, beschimpfen sich gegenseitig, dann sind se wieder ganz lieb zueinander, einer is einfach weggerannt, der eine wollt auf keinen Fall mitmachen, manche waren zu übereifrig und konnten net auf den Rest warten… naja, is ne intressante Erfahrung und dann kamma sich doch immer wieder freun, dass man net jedes mal solche Kinder hat. Alles von der positiven Seite sehn!

Am nächsten Tag hatt ich ne richtig gute medium-rope-session. Das ist einfach nur ein Balken in ca 6 Meter Höhe, auf dem man halt verschiedene Sachen machen kann, wie z. B. einfach nur balancieren oder ein Wettrennen, also jedem seine Zeit stoppen, entlang hüpfen, krabbeln, springen,… Die Kinder waren aus der USA. Sie hatten ein Jubiläumszeltlager. Die meisten wohnen aber irgendwo in Europa in einer Kaserne. Deren Leiter konnte sogar ein bisschen deutsch. Is immer total goldig, wenn jemand mitbekommt, dass ich von Deutschland bin und dann ein paar Worte Deutsch kann und versucht sich mit mir zu unterhalten, oder einfach nur sagt „ Ich spreche ein bisschen Deutsch“. In Englisch gibts ja des ch net, deswegen haben die meisten damit total Probleme und des klingt dann voll lustig.

Samstag, 1. Mai 2010

Raftbuilding (Floßbauen) ist eine meiner Lieblingssessions! Die erste Gruppe waren 12 Kinder im Altern von 8-11, die zweite Gruppe war 14-17. Die Gruppe wird immer in 2 Teams aufgeteilt, und sie sollen dann aus Fässer, Seilen und Holzpfosten ein Floß bauen, auf dem sie alle Platz haben. Dazu haben sie ca. 45 Minuten Zeit. Diese Zeit vergeht bei so was aber immer total schnell. Eigentlich haben wir geplant, dass die zwei Boote dann ein kleines Wettrennen gegeneinander machen. Dazu isses beides mal aber nicht gekommen, da nur jeweils eine Gruppe ein Boot zum schwimmen gebracht hat. Die Anderen hatten aber trotzdem sehr viel Spaß und sind gemeinsam mit ihrem Boot untergegangen :-). Einer hat dann seinen Schuh verloren. Da das Wasser aber nicht wirklich klar ist (um nicht zu sagen, dass es die reinste Siffbrühe ist) konnte er den nicht mehr finden. Einer der Älteren hat dann danach geangelt. Mehr oder weniger mit Erfolg. Zwei Schuhe hat er rausgefischt, der richtige war allerdings nicht dabei. Bei dem Floßbauen hab ich wieder die deutsche Effizienz bemerkt. Ich hätte vorher richtig geplant, wie man das baut, und wer was macht, die ham einfach mal ein paar Fässer zusammengebaut ohne nachzudenken, wie sie denn dann die Balken daran befestigen wollen. Am Ende hatten sie dann ein schönes Böötchen, sobald es im Wasser war ist es aber in seine Einzelteile auseinandergefallen. Hat aber wirklich Spaß gemacht zuzuschauen, wie viel Spaß man auch mit einem gekenterten Boot haben kann.

Den ersten richtigen Britisch Wetter Tag hab ich jetzt auch mal mitgemacht. Ich hatte eine Zipwire-session (Seilbahn) und es hat den ganzen Tag geregnet und war kalt und windig. Das heißt trotz Regenhose und Jacke war ich triefend nass. Aber ich lebe noch und habe keine Erkältung bekommen!

Hatt meine erste Archerysession (Bogenschießen). War total toll. Am Anfang hat keiner der Kinder die Zielscheibe getroffen. Zum Schluss haben wir dann einen Wettbewerb gemacht und wirklich jedes der zwölf Kinder hat getroffen, manche sogar direkt in die goldne Mitte! Des is voll toll, wenn ma nach der Session merkt, dass ma selber den Kindern ja was erfolgreich beigebracht hat und es den Kindern auch total Spaß gemacht hat.

Mittwoch, 12.05.2010

Katha und Franzi waren für nen paar Tage zu Besuch. Am Freitag waren wir zusammen im Filmmuseum (davon ist auch das Bild auf der linken Seite). Da gabs nen Playstation-Spiel, da stand ma vorm Bildschirm und musste so Sachen machen wie z. B. Fliegen erschlagen, Roller fahren und Hindernissen ausweichen, nen Marathon rennen, Kleider waschen oder einfach nur schauspielern und verängstigt/ gelangweilt/ erschrocken… schauen. Des wurde dann alles aufgenommen und zum Schluss wurde dann nen Film gezeigt, in dem man mitspielt. Da wurden diese Szenen dann halt eingeschnitten. So nen kleiner Junge (Sascha aus der Ukraine, ca. 10) hat zugeschaut und uns gefragt, wie des geht, dann haben wir den auch noch mitspielen lassen. Der war total goldig und hat voll des Schauspielertalent.